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Caritas Sammlung 29.09. bis 06.10.2019

Soziale Beratung der Caritas Berchtesgadener Land

Immer mehr Personen brauchen, selbst, wenn sie in Lohn und Brot stehen, zur Finanzierung des Lebensunterhalts die Unterstützung durch Sozialleistungen. Es bestehen zunehmend Schwierigkeiten die grundsätzlichsten Bedürfnisse abzudecken, insbesondere die Kosten für Wohnraum und Energie. Im Rahmen des Bezugs von Grundsicherung erhält eine Einzelperson seit 01.01.2019 424,00 Euro monatlich zuzüglich der Kosten für eine angemessene Unterkunft. Der Preis für angemessenen Wohnraum beträgt z.B. in Berchtesgaden 300,00 Euro für eine Einzelperson. Aufgrund der ange-spannten Wohnungsmarktlage ist eine Wohnung zu solch einem Preis kaum zu finden. Das bedeutet für einen Leistungsempfänger, dass er die überschießenden Kosten aus dem Sozialhilfesatz selbst tragen muss. Da wird es verständlich, dass, jeder verfrühte Wintereinbruch, jede defekte Waschmaschine, jede Brille, die nachjustiert werden muss, usw. unweigerlich eine nicht zu überwindende finanzielle Hürde darstellt. Auch junge Familien kommen zunehmend in soziale Schwierigkeiten. Von den Anforderungen an Eltern in unserem digitalen Zeitalter sind nicht wenige überfordert. Die Sicherung des Lebensunter-halts ist da nur ein Baustein, den es in der realen Welt zu meistern gilt. Kommen dann noch Probleme wie Krankheit, Arbeitsplatz- oder, Wohnungsverlust dazu, verlieren sich Manche in dem scheinbar alles verschlingenden Strudel an Schwierigkeiten. Nicht selten suchen Betroffene in solchen Situationen die Beratungsstelle der Caritas auf, um Rat und/oder Hilfe zu erbitten. Hier 2 Beispiele: Frau A. ist krankheitsbedingt nicht in der Lage zu arbeiten. Sie hat kein Brennholz mehr und be-kommt auch vom Leistungsträger keines mehr erstattet, da das Budget bereits ausgeschöpft ist. Es ist aber erst Mitte Februar. Wie kann das passieren? Die Wohnung von Frau A. ist alt und schlecht isoliert. Ihre Heizbedarf liegt deshalb deutlich über dem rechnerischen Durchschnitt. Sie versucht zu sparen, beheizt ihren Schlafraum überhaupt nicht mehr. Aber es reicht nicht. Woher kann sie Geld bekommen? Sie hat keine Familie. Sie sieht keinen Ausweg. Herr G. ist Witwer. Er war Zeit seines Lebens berufstätig. Die Rente ist nicht üppig, liegt aber über den Sozialhilfesatz und reicht für eine bescheidene Lebensführung aus. Nun wird Herr G. krank und muss regelmäßig zu Untersuchungen ins Krankenhaus. Aber hier Vorort bestehen keine Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten. Er muss in entfernte Spezialkliniken fahren. Die Fahrtkosten sind enorm, werden weder von der Krankenkasse, noch von der Rentenversicherung, noch von einem Sozialleistungsträger erstattet. Die Rente selber reicht dafür nicht aus. Herr G. ist allein. Wer kann ihm helfen? Die Soziale Beratungsstelle der Caritas versucht in Gesprächen zu klären, ob es Möglichkeiten der Finanzierung gibt. Sie versucht den Menschen eine Anlaufstelle zu sein für emotionalen und psychischen Beistand. Manche Menschen brauchen eher Zuspruch als finanzielle Unterstützung, einfach jemanden der zuhört und versteht. Die Caritas hilft dann ggf. bei Antragstellungen und Erledigung von Formalitäten. Bestehen keinerlei Ansprüche, kann den Betroffenen möglicherweise durch einen freiwilligen Zuschuss einer Stiftung geholfen werden. Auch mit den Pfarreien, die in solchen Situationen Unterstützung leisten, ist die Caritas eng vernetzt. Für manche Menschen ist tatsächlich die Soziale Beratung der Caritas, der einzige Strohhalm, der sie vor dem Untergang bewahrt. Unsere Hilfsangebote werden durch den Einsatz von ehrenamtlichen Helfern ergänzt, ja teilweise erst ermöglicht. Das passiert durch deren aktive Unterstützung oder finanzielle Zuwendung. Eine wichtige Säule der Finanzierung der Sozialen Arbeit sind die Einnahmen aus Spenden, insbesondere aus der Caritas-sammlung. Wir danken deshalb allen auf diesem Wege, die die Caritassammlung unterstützen. Besonderen Dank möchten wir hier den Sammlern und Sammlerinnen für ihren unermüdlichen Einsatz aussprechen. Allen Unterstützern ein ganz herzliches Vergelt`s Gott.

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