Responsive image
St. Zeno
Responsive image
St. Nikolaus
Responsive image
Bayerisch Gmain
Responsive image
Marzoll
Responsive image
Schneizl­reuth

Firmung in der Stadtkirche Bad Reichenhall

Am Samstag, 7. Juli empfingen 70 junge Mädchen und Buben der Katholischen Stadtkirche Bad Reichenhall ihre Firmung in der Pfarrkirche St. Nikolaus

Zur Spendung der Firmung ist Domkapitular Monsignore Klaus Franzl aus München angereist, der mit Stadtpfarrer Markus Moderegger, Pater Sunny Kodiyan und mit der Assistenz von Diakon Johann Schmidt den Gottesdienst zusammen mit den Firmlingen, ihren Paten, Familien und vielen Gläubigen in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche feierte.

Seine Predigt begann Monsignore Franzl mit der Behauptung, dass sich alle Menschen wohl die gleiche Frage stellen, nämlich: „wie wird mein Leben glücklich?“. Manche glauben, dass sie glücklich werden, wenn sie Macht haben und streben eine Karriere in Wirtschaft oder Politik an. Andere glauben, dass das Glück darin liegt, materiell reich zu sein. Wieder andere versuchen mit Alkohol und Drogen die Probleme und das Schlechte in ihrem Leben auszublenden und zu verdrängen, oder flüchten sich in scheinbar problemlose digitale Scheinwelten im Internet. Der Glaube sagt uns, dass der Mensch für mehr bestimmt ist, als diese Welt. Und dass wir eine Zusage von Gott haben, dass er bei uns ist, damit unser Leben gelingt. Dann verglich Monsignore Franzl den Glauben mit dem Bungeespringen. Man kann vorher ausrechnen, ob das Gummiseil hält. Das hängt von den Faktoren Körpergewicht, Fallhöhe und Seilstärke ab. Man kann es also ausrechnen, ob das Seil beim Sprung hält. Aber wirklich wissen tut man es nur, wenn man das Geländer loslässt und springt. So ähnlich ist es mit dem Glauben. Es gibt ganze Bibliotheken voll mit Büchern über Gott und den Glauben. Auch, wenn man die alle lesen würde, wüsste man nur theoretisch Bescheid, über die Zusage Gottes, dass ER uns in unserem Leben begleitet, dass er uns trägt und hält. Wenn man es wirklich wissen will, ob Gott seine Zusage einhält, dann muss man sich auf den Glauben einlassen, ihn ausprobieren, loslassen, springen! Ihm sei bewusst, dass viele Menschen heute mit Gott und der Botschaft der Kirche nicht mehr viel anfangen können. Und dass auch hier im Gottesdienst, unter den Firmlingen, den Paten und Familien Menschen sind, die sich mit dem Glauben schwer tun. Sie alle möchte er ermutigen, „den Sprung zu wagen“ und es auszuprobieren, Gott und Glaube in meinem Leben eine Chance zu geben.

Firmlinge trugen die Fürbitten vor und brachten auch die Gaben von Brot und Wein zum Altar. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom „Jungen Chor St. Nikolaus“, unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Reinhard Seidl gestaltet. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es bei einem Stehempfang noch die Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch. Alle waren sich einig, es war ein feierliches Fest und ein bewegendes Ereignis, nicht nur für die Firmlinge, sondern für alle Mitfeiernden.

zurück