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St. Zeno
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St. Nikolaus
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Bayerisch Gmain
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Marzoll
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Schneizl­reuth

Pfarrkirche St. Nikolaus

 

Die Kirche wurde 1181 – 89 als dreischiffige romanische Kirche mit flachen Holzdecken erbaut, sie hatte ein hohes Mittelschiff und niedere Seitenschiffe. Geweiht war sie dem Hl. Nikolaus, dem Patron der Schiffer und Flößer, und unterstellt dem Chorherrenstift St. Zeno.
Nach dem Stadtbrand v. 1515, von dem die Kirche stark betroffen war, erhöhte man die Seitenschiffe und schuf zusätzliche Emporen (wie es bis heute noch ist). In den folgenden Jahrhunderten wurde die Kirche mehrmals entsprechend dem Zeitgeschmack verändert, der große Stadtbrand von 1834 hat sie verschont, aber ab 1850 gab es Pläne zum Umbau oder Abbruch: die Kirche war baufällig und zu klein.
Aus Kostengründen musste man mit dem Umbau zufrieden sein: Die Kirche wurde nach Westen verlängert; deshalb musste auch der Turm versetzt werden.
Wichtigste Neuerungen waren das Apsisfresko und der Kreuzweg von Moritz v. Schwind aus München. In der Apsis wurde die heilige Dreifaltigkeit dargestellt, sowie die Bistums- und Pfarrei-Patrone. Der Kreuzweg ist der einzige, den Moritz von Schwind geschaffen hat. 1967/68 war wieder ein großer Umbau fällig: Der dicke Putz des 19. Jahrhunderts wurde abgeschlagen, um das Original des 12. Jahrhundert wieder freizulegen. Es war dies eine gewagte Sache, denn nicht überall war das möglich, so mussten manche Stellen vorsichtig ergänzt werden. Außerdem wurden der Baldachin-Altar, die Kanzel und das Kommuniongitter entfernt und ein moderner Altar gemäß der Liturgie-Reform des 2. Vatikanischen Konzils geschaffen.
Die Kreuzweg-Fresken, die auf den Putz gemalt waren, wurden abgenommen, auf Kupferrahmen gespannt und nach aufwendiger Renovierung später wieder angebracht. Frage: Warum hat man sie nicht gleich an Ort und Stelle belassen und nur den Putz daneben abgeschlagen? Den Fresken und den Finanzen der Pfarrei hätte es gutgetan!