St. Valentin Marzoll

 

 

 

 

 

 

 


 

Aktuelle  Gottesdienstordnung  für St. Valentin Marzoll


 

Öffnungszeiten:
Dienstag 08.00 – 12.00 Uhr  und
Donnerstag  14.00 – 16.00 Uhr

Bankverbindung:
Sparkasse BGL, IBAN: DE69 7105 0000 0000 2807 92, BIC: BYLADEM1BGL


 

Mitarbeiter:
Pater Sunny Kodiyan, Kaplan, Tel. 60268-14
Neubauer Armin, Mesner
Neubauer Brigitte, Pfarrsekr., Tel. 60268-0


 

PGR Marzoll:
Eder-Hofhammer Barbara
Häusl Josef (Schriftf.)
Koch Peter (1. Vors.)
Landauer Marianne (2. Vors.)
Neubauer Armin
Neumeier Michael
Nitzinger Maria


 

KV Marzoll:
Strasser-Langenfeld Eugen, Pfarrer, KV-Vorsitzender
Alexander       Gehrig
Stefan             Götz
Josef               Landauer (Kirchenpfleger)
Ulrich              Sax


Anprechpartner EKP-Gruppe:

Neumeier Edith, Tel. 64803
Link:  www.erzbistum-muenchen.de/StValentinMarzoll


 

Kurzbeschreibung der Pfarrkirche St. Valentin

Marzoll war in der Römerzeit eine Siedlung mit einem großen und reichen Landgut (villa rustica), was die aufgefundenen Gebäudefundamente, Gebäudeumrisse aber vor allem die kunstvollen Mosaikfußböden aus den Ausgrabungen am Fuß des Schloßbergs beim Reischlbauer deutlich nachweisen.

Ort und Kirche werden zum ersten Mal 798 in den Salzburger Güterverzeichnissen Notitia Arnonis des Erzbischofs Arn von Salzburg aufgeführt. Die Kirche wird noch ohne Namenspatron „ad Marciolas“ genannt und war eine bischöfliche Eigenkirche mit Landbesitz. Wahrscheinlich war die Kirche zunächst dem Hl. Laurentius geweiht. Die erste massive Kirche aus Mauerwerk war ein romanischer Saalbau mit Halbrundapsis im Osten und einem Turm im Westen. Sie entstand um 1140 nach Christus und wurde am 8. September 1142 durch Bischof Hartmann aus Brixen auf den Namen des heiligen Valentin geweiht. St. Valentin war Bischof und Märtyrer ( + 268 n. Chr.) aus Terni bei Rom, Reliquien werden noch heute bei jedem Patrozinium am 14. Februar in einer kostbaren silbernen Fassung gezeigt.

Nach dem Anbau eines gotischen Chors um 1430 wurde die Kirche 1437 von Bischof Johann II Ebser erneut geweiht. Die Kirche war die Grablege der Besitzer der „Hofmark Marzoll und Schwarzbach„. Die Grabmahle dieser Familien sind heute in der Vorhalle aufgestellt. Aus der gotischen Zeit sind heute noch Wandmalereien im Altarraum an der Westwandinnenseite erhalten.

Die heutige innere Erscheinung der Kirche ist durch das Barock bestimmt.

Der Heilige Valentin wird vor allem um Fürbitte zur Heilung von Epilepsie angerufen. Die erste überlieferte Heilung wird von einem 12 jährigen Knaben aus Thalgau 1496 und des Wolfgang Erlich aus Wals berichtet. Die Wallfahrt blühte vor allem im 17. und 18. Jahrhundert auf und machte St. Valentin zur wohlhabendsten Kirche im Umkreis. Die letzte wundersame Heilung eines 15 jährigen Bauernmädchens wird aus dem Jahr 1861 berichtet.

Die Säkularisation des Augustiner Chorherrn Stifts St. Zeno im Jahre 1803, der auch die seelsorgerliche Betreuung und Verwaltung von St. Valentin oblag, brachte auch für Marzoll einen Einschnitt. Im Jahre 1809 wurde die Kirche zu einer selbständigen Pfarrei erhoben, bereits 1807 eine Pfarrstiftung für den Besitz der Kirche eingerichtet. Seit 1979 wird St. Valentin wieder von St. Zeno seelsorgerlich betreut. Die letzte Innenrenovierung erfolgte in den Jahren 2001 und 2002 und wurde zum Patrozinium des Heiligen Valentin abgeschlossen.