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Den „Leib des Herrn“ zu den Menschen tragen

Festgottesdienst zum Fronleichnamsfest heuer wieder unter freiem Himmel

Bad Reichenhall. Mit Instrumentalmusik und dem auffordernden Chorsatz „Nun jauchzt dem Herren alle Welt“ begann am Fronleichnamstag der zentrale Festgottesdienst der Katholischen Stadtkirche auf dem Kirchplatz vor St. Nikolaus. War es auch in diesem Jahr noch nicht möglich wieder in einer großen Prozession durch die Stadt zu ziehen, freute sich Stadtpfarrer Markus Moderegger doch über das herrliche Wetter und wieder mehr Christen im Freien begrüßen zu dürfen. Wie schon von Mose in der Bibel berichtet, habe man einen Altar am Fuße der Berge aufgebaut, festlich geschmückt mit einem großen Kreuz aus weißen und gelben Blumen von Familie Weber, umrahmt von Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine und mit zahlreichen Ministranten und Ministrantinnen.

Lektoren trugen die Lesungen des Tages vor und Kantor Patrick Snir sang den Antwortpsalm. Nach dem feierlichen Halleluja und dem Kanon „Aller Augen warten auf dich, denn du gibst ihnen Speise“ durch das Vokalquartett der Kath. Stadtkirche verkündete Diakon Matthias Friedl das Evangelium.

In seiner Predigt stellte Stadtpfarrer Moderegger dann die Frage „Was tun wir heute hier?“, um die Botschaft von Fronleichnam, was „Leib des Herrn“ bedeutet, zu erklären. Es sei ein bewusstes Hinausgehen an zentrale Stelle, um den Schatz des Glaubens zu zeigen, das Lamm Gottes. In der Hostie habe sich Gott so klein gemacht, um sich uns zu schenken. Jesus habe sich nicht im Tempel versteckt, sondern sei zu den Menschen hinausgegangen, habe sich von Menschen einladen lassen, wie zum Beispiel von Zachäus, dem Zöllner. Menschen trügen in diesen Zeiten schwere Lasten, hätten Depressionen und finanzielle Probleme durch die Corona-Pandemie. Moderegger erwähnte besonders die Künstler, die Hotels und das Gastgewerbe und rief die Gottesdienstbesucher zu Solidarität auf, die heimischen Gastwirte durch einen Besuch zu unterstützen, z.B. durch einen Frühschoppen nach dem Gottesdienst unter Einhaltung aller Hygieneregeln. Gott sei leidenschaftlich mit uns unterwegs und alle Christen hätten den Auftrag, den Glauben zu den Menschen zu tragen.

Auf die Fürbitten antworteten alle Gläubigen mit dem Ruf „Christus, Brot des Lebens“. Für die feierliche Instrumentalmusik zur Gabenbereitung und zur Kommunionausteilung sorgte ein Ensemble der Familien Henneberger, Frauenschuh und Helminger mit Flöten, Klarinetten, Trompeten, Celli und Keyboard.

Zum Chorsatz „Pange lingua“ von Caspar Ett wurde der „Leib des Herrn“ in der Monstranz auf dem Altar verehrt und Stadtpfarrer Markus Moderegger segnete die Anwesenden und die ganze Stadt. Das Te Deum bildete den traditionellen Abschluss der Feier, begleitet von Böllerschüssen und festlichem Glockengeläut.

Text: Edith Seidl

Foto: Sebastian Bürger

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