„Liebt einander – so wie


38 Kinder empfangen an drei verschiedenen Orten zum ersten Mal die Kommunion

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„Bleibt an Jesus dran!“


21 Kinder aus St. Zeno und 26 Kinder aus Bayerisch Gmain feierten am Sonntag ihre Erste Heilige Kommunion.

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„Jesus braucht euch als gute


46 Kinder empfangen unter freiem Himmel zum ersten Mal die Kommunion

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„Jesus zeigt sich uns in der Stille, der Ausweglosigkeit und im Teilen“

2 Kinder empfangen die Erste Heilige Kommunion im letzten Familiengottesdienst dieses Sommers

Gestrahlt haben Felix Schönbrunner und Luca Vukancic, als sie nach fast 2 Jahren der Vorbereitung am letzten Sonntag endlich die Hostie zum ersten Mal empfangen durften. Beide hatten das Pech, dass sie bei der Erstkommunionfeier ihrer Klassenkameraden in Quarantäne waren. Umso schöner, dass trotz des letzten Wochenendes vor den Ferien und dem strahlenden Sonnenschein einige Erstkommunionkinder aus der ganzen Stadtkirche noch einmal zusammengekommen waren, um den beiden auch das Gefühl der Gemeinschaft, die sie auf dem besonderen Weg der Erstkommunion-vorbereitung vor allem online verbunden hat, zu geben. Eine Klassenkameradin traute sich sogar noch einmal im weißen Kleid zu kommen, andere Kinder zogen fröhliche Sommerklamotten vor und so zeigte sich an diesem Sonntag nicht nur mit Blick auf die Kleidung ein buntes Bild auf dem Kirchplatz von St. Nikolaus.

Der letzte Familiengottesdienst des Sommers, der auch das Schuljahresende in den Blick nahm, zeigt, wieviel wir als Christen in der Stadtkirche letztes Jahr ausprobiert haben, gemeinsam neu entdecken durften und wie schön und unbeschwert lebendige Gottesdienste draußen sind.

Um die vielen Kinder aller Altersstufen aktiv zu beteiligen hatte Familie Hintsteiner wieder einmal die Bastelmaschinerie in Gang setzt und wunderbare Glitzerfische kreiiert, die die Kinder anstelle einer Lesung mit ihren Wünschen für die Ferien beschrifteten.

Hanna Schoberth, Pia und Ylvie Größwang, Lena Grätke und Julia Malik zeigten zusammen mit Felix und Luca einmal mehr, wie viel Freude es machen kann, das Evangelium lebendig werden zu lassen. Passend zu der Brotwundergeschichte, bei der sich Jesus mit seinen Freunden am Ufer des Sees Genezareth niederlässt, setzte sich auch Markus Moderegger, der Stadtpfarrer, zu den Kindern in das Legebild auf den Boden. In seiner Predigt, die auch schon beim ersten Thumsee-Gottesdienst am Morgen, viele Herzen erreicht hatte, ermutigte er alle Anwesenden die drei Plätze, die Jesus in diesem Evangelium zeigt, in unserem eigenen Leben zu entdecken: Erstens: der Rückzug in dies Stille. Jeder Mensch braucht ab und zu einen Ort, wo er sich zurückziehen kann, um Gott und sich selbst ganz nahe zu sein. Erst in der Stille zeigt sich Gott tief in uns. Zweitens: Vertrauen in der Ausweglosigkeit. Jesus wusste auch nicht, wie er so viele Menschen auf einmal satt kriegen sollte und hat es trotzdem geschafft. So dürfen auch wir darauf vertrauen, dass Gott in den Momenten, in denen wir selbst keinen Ausweg mehr sehen, uns führt. Und drittens: Im Teilen. Wenn wir miteinander teilen, ob Leben, Hilfsbereitschaft, Gedanken, Materielles, die Eucharistie – im Teilen zeigt sich Gott ganz deutlich.

Den Gottesdienst umrahmte der Cantiamo-Chor von Reinhard Seidl, der eine vielfältige Mischung kirchenmusikalischer Klänge bot. Rhythmisches Highlight des fröhlichen Miteinanders auf dem Kirchplatz war das vom Stadtpfarrer als „Stadtkirchenhymne des Jahres“ bezeichnete Lied „Gottes Liebe ist so wunderbar“, zu dem nicht nur die Kinder, sondern auch die vielen Erwachsenen, fröhlich tanzten. Zum Abschluss des Gottesdienstes wurde allen Mithelfenden und Beteiligten gedankt, nicht zuletzt den beiden Erstkommunionfamilien des heutigen Tages für ihre Ausdauer und den anderen Familien, dass sie so zahlreich gekommen waren. Constanze Bär, die Verantwortliche für die Erstkommunionen war an diesem Tag sichtlich erleichtert und gleichermaßen erfreut, dass endlich alle der gut 135 Kinder die Erstkommunion empfangen durften. Von Ihrem Chef erhielt sie noch einen besonderen Segen für die sechs Wochen Afrika, in die die junge Seelsorgerin, die ab September die offizielle Bezeichnung Pastoralreferentin tragen darf, am letzten Schultag startet, um dort wieder in dem Krankenhaus in Mwanza (wir berichteten) tätig zu sein. Für alle Anwesenden endete der Gottesdienst mit dem bestärkenden Schlusssegen für die letzte Schulwoche und die Sommerferien; bestärkt in Herz und Gedanken zogen die Gottesdienstteilnehmer hinaus in den sonnigen Sonntag.

Text: Constanze Bär