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Schneizl­reuth

Alten- und Seniorenarbeit

 

Bußgottesdienst für Senioren in St. Nikolaus

Am Dienstag hielten Stadtpfarrer Markus Moderegger und Seniorenseelsorgerin Doris Müller einen vorösterlichen Bußgottesdienst in der Pfarrkirche St. Nikolaus, der sehr gut besucht war. Doris Müller freute sich, dass heuer ein Bußgottesdienst gefeiert werden konnte, wenn auch mit Einschränkungen - letztes Jahr hatte er ausfallen müssen. Ihr besonderer Gruß galt Sabine Schmid und Eva Kastner, welche die musikalische Gestaltung übernahmen.

Das Thema des Gottesdienstes waren "Steine": Mit Steinen kann man bauen, aber auch werfen. Wir haben es in unserem Leben mit schweren Steinen zu tun - aber Gott soll uns helfen, diese Steine loszuwerden.

Im Evangelium ging es um Jesus und die Ehebrecherin, die nach dem jüdischen Gesetz hätte gesteinigt werden müssen. Aber Jesus sagte: "Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe als erster einen Stein!" Nach und nach schlichen alle weg, und auch Jesus warf keinen Stein, sondern sagte nur zur Ehebrecherin: "Gehe hin und sündige nicht mehr!" Die anschließende Gewissenserforschung wurde von 2 Frauen vorgetragen und ging wieder von Steinen aus. Sie begann mit dem "Stein des Anstoßes". - "Jemanden Steine in den Weg legen"- "jemanden steinigen"- "Mir fällt ein Stein vom Herzen" Das letzte Stichwort "den Grundstein legen" leitete positiv über auf den Aufbau einer christlichen Gemeinschaft. Jede Sprecherin legte einen Stein am Altar nieder.

Pfarrer Moderegger führte die Gedanken weiter mit "Steine ins Rollen bringen" und bezog das auf die Bereicherung von Bundestagsabgeordneten im Zusammenhang mit der Beschaffung von Corona-Masken. Aber auch wir sind nicht frei von Schuld! Christus hat den Stein vom Grabe weggewälzt, um uns allen einen Neuanfang zu ermöglichen. Für die Senioren war es wieder einmal schön, die Gemeinschaft zu erleben und Doris Müller dankte ihnen für ihr zahlreiches Kommen. Ein extra Dank galt den Frauen des Seniorenteams, die viele Steine als Andenken bemalt hatten, den Lektorinnen und Sabine Schmid und Eva Kastner für die feierliche und einfühlsame musikalische Gestaltung.

Text: Manfred Dirscherl

Bild: Edith Stibler

 

Mein Name ist Doris Müller, ich bin Gemeindereferentin und arbeite seit September 2013 in der Altenheim- und Seniorenseelsorge Bad Reichenhall.

Zu meinem Tätigkeitsfeld gehören folgende Seniorenheime:

  • Seniorenwohnen Bad Reichenhall Kirchberg, Thumseestraße 9
  • Seniorenwohnen Bad Reichenhall Marienheim, Riedlstraße 5a
  • Seniorenwohnen Bad Reichenhall Wisbacherstraße, Wisbacherstraße 4
  • Seniorenzentrum Bayerisch Gmain, Maisstraße 10


Seelsorge ist ein unverzichtbarer Bestandteil ganzheitlicher Pflege! Die seelsorgliche Arbeit im Bereich der Altenheime lässt sich folgendermaßen umschreiben:
Die Präsenz der Seelsorge ist Zeichen für die Wertschätzung des alten Menschen trotz seiner Hinfälligkeit und gleichzeitig Zeichen dafür, dass Gott den Menschen zu keiner Zeit allein lässt. Die Seelsorge leistet ihren Einsatz dort, wo sie gebraucht wird: Bei katholischen Bewohnern, aber ebenso bei Bewohnern anderer Konfessionen oder Religionen.
Auf Wunsch ist sie auch für Angehörige, Pflegepersonal und ehrenamtliche Mitarbeiter da. Weitere Aufgabenbereiche:

  • Feier von Gottesdiensten und Andachten, auch für Menschen mit demenziellen Erkrankungen oder für Verstorbene
  • Vermittlung von Krankensalbungen (Priester)
  • Spende der Krankenkommunion
  • Sterbebegleitung, die Trost, Halt und Zuwendung bedeutet
  • Ermöglichung von Ritualen zum Abschied von Verstorbenen
  • Trauergespräche und Beerdigungen
  • Einzelgespräche und Begleitung in Krisensituationen
  • Förderung von generationenübergreifenden Initiativen
  • Vernetzungsarbeit mit Kommunen und Wohlfahrtsverbänden Alter hat Zukunft!
  • Erfahrungen nutzen Kompetenzen fördern
  • Solidarität stärken

Zu meinem Tätigkeitsbereich gehört überdies auch die Seelsorge für die älteren und hochbetagten Bewohner im Bad Reichenhaller Stadtbereich. Aus diesem Grund wird mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern in der Seniorenseelsorge im Laufe des Jahres ein Senioren-Programm erarbeitet, das Veranstaltungen in den einzelnen Pfarreien ebenso beinhaltet wie Treffen im Rahmen der gesamten Stadtkirche.


Seniorenprogramm für den Bereich der Katholischen Stadtkirche Bad Reichenhall 

 

St. Nikolaus:

Die Treffen finden in der Regel jeweils am zweiten Dienstag des Monats um 14.30 Uhr im Pfarrsaal St. Nikolaus statt, wenn nicht anders angekündigt.
Bitte beachten Sie die aushängenden Plakate wegen möglicher Änderungen.

 

Marzoll:

Die Pfarrei St. Valentin, Marzoll bietet drei Mal im Jahr einen Seniorennachmittag, jeweils um 14.00 Uhr, in der Trachtenhütte in Marzoll an:

  • 3. Dezember

 

Schneizlreuth:

Die Mitglieder des Altenclubs treffen sich in regelmäßigen Abständen – meist donnerstags – in einer Wirtschaft. Termine zu erfragen bei Horst Kirchmair, 08651/6 14 85 oder bei Norbert Schnebinger, 08651/1311

 

St. Zeno:

In St. Zeno finden eher spirituelle Veranstaltungen statt wie z.B. Demenzgottesdienste, Krankensalbungsgottesdienst.
Alle Veranstaltungen sind offen für alle! Sie sind als Senioren nicht daran gebunden, einen Termin nur in der eigenen Pfarrei wahrzunehmen. Sie können auch in einer anderen Pfarrei vorbeischauen und sind überall herzlich willkommen!




„Fest in Gottes Hand“ - Ein „etwas anderer Gottesdienst“

„Fest in Gottes Hand“ - Ein „etwas anderer Gottesdienst“ für Menschen mit demenzieller Erkrankung, ihre Angehörigen und Pflegepersonen in St. Zeno Etwas anders als gewöhnlich bekannt soll so ein Gottesdienst sein, der demenzkranke Menschen, gleichzeitig aber auch Angehörige und Pflegepersonen, die nicht an dieser Krankheit leiden, ansprechen will. Auch Menschen, die nicht an Demenz leiden, sollen sich aus diesem Gottesdienst etwas „mit nach Hause nehmen“ können, ohne den Eindruck zu bekommen, sie seien in einer Art „Kindergottesdienst“ gelandet, der eigentlich nicht für sie gedacht sei. Es soll so eine Art „Auszeit“ auch für sie sein. Das bedeutet, dass zwar Elemente da sind, die die Kranken über ihre Sinne ansprechen, weil man sie eben überwiegend nur noch über die Sinne erreichen kann, aber es darf eben nicht „wie im Kindergarten“ sein, oder „wie für Kinder“ – irrtümlicherweise wird das oft auch als passend für Demenzkranke empfunden. Personen, die an Demenz leiden, sind Menschen, die in den meisten Fällen viele Jahre Lebenszeit gemeistert haben, und - trotz ihrem oft fortgeschritten Krankheitsbild – mit Würde und Respekt als Menschen behandelt werden wollen, die viel geschafft haben im Leben. Auch ihre Betreuer sind erwachsene Menschen. Da wird es als wohltuend empfunden, wenn wirkliche Kinder – sprich Kindergartenkinder – im Gottesdienst auftreten und ein Herbstlied singen, so wie es im letzten Demenzgottesdienst in der Werktagskapelle von St. Zeno der Fall war. Alte Menschen bleiben dabei Erwachsene, die sich an Kindern erfreuen, und trotzdem erinnern sie sich an ihre Kinderzeit. Sie selber singen „alte Kirchenlieder“, denn sie haben solche ja in Erinnerung als zum Gottesdienst gehörig. Wenn die Kindergartenkinder dann selbst gebastelte bunte Drachen an die Gottesdienstteilnehmer verteilen, dann trägt das zur Vernetzung der Generationen bei – Demenzkranke wollen sich nicht abgeschnitten fühlen vom „früheren Leben“. Auch dieser – jüngst gefeierte – Demenzgottesdienst sollte den Anwesenden wieder einmal das Gefühl geben, in all ihren Schwierigkeiten nicht von Gott verlassen zu sein. „Fest sind wir alle in Gottes Hand“, weil wir seine Kinder sind. „Wen Gott ergriffen hat, den lässt er nicht mehr los“ – das sollte das Symbol des Drachen vermitteln, der zwar in großer Freiheit in hohen Lüften seine Bahnen ziehen kann, aber dennoch nie abgeschnitten ist von der Liebe unseres barmherzigen und warmherzigen Gottes. Sehr berührend war wieder die emotionale Dichte, die im Gottesdienst entstand und ahnen ließ, dass unser Gott ein Gott der Emotionen und Gefühle ist, der es schafft, auch in die größten Wirren unseres menschlichen Geistes noch seine Zusage zu legen: Ich halte dich fest, bei mir bist zu geborgen, fürchte dich nicht! Doris Müller, Seniorenseelsorgerin

Hier finden Sie  Impressionen der Seniorenarbeit:

Bildergalerie

Bußgottesdienst

Herzliche Einladung zum Buß-Gottesdienst für Senioren

am Dienstag, 09.03.2021 um 14.30 Uhr in der St. Nikolaus-Kirche