St. Nikolaus v.d.Flüe, Bayerisch Gmain

Die Bayerisch Gmainer Kirche wurde im Jahr 1957 erbaut.

Das Eingangsportal empfängt den Besucher als „Tor des Glaubens“ – die Sätze des Glaubensbekenntnisses sind hier in moderner Bildsprache wiedergegeben.

Am Altarfresko wird die Hl. Dreifaltigkeit von den bekannten 14 Nothelfern umrahmt, zu denen sich als 15. Person der Pfarrpatron, St.Nikolaus von der Flüe gesellt.

Im Vorraum der Kirche werden in einer Vitrine wechselnde Szenen aus dem Leben des Heiligen figürlich dargestellt.
Eine Schautafel informiert über die Biografie von „Bruder Klaus“, dessen Leben durch Gottes Ruf und Dank der Zustimmung seiner Ehefrau Dorothee eine radikale Wendung erfahren hat.


Szenen aus dem Leben des Hl. Nikolaus von der Flüe (1417-1487)

1. Die Turmvision

2. Der Abschied

3. Überprüfung des Fastenwunders

4. Gebet und Meditation in der Klause

5. Bruder Klaus – der Friedensstifter von Stans (1481)

Die Turmvision Im Schaukasten in der Kirche präsentiert sich eine sommerliche Szene. Während der Feldarbeit - umgeben von Kühen, Kälbern und Ziegen und einzelnen Heudocken - überwältigt den jugendlichen Nikolaus von Flüe eine Vision. Dem 16Jährigen erschien damals ein hoher weißer Turm, genau an der Stelle im Ranft, wo später seine Klause stehen sollte. Als naheliegende Deutung bietet sich der Turm als ein Bild für Niklaus' Wirken an. Als „herausragende“ Persönlichkeit wurde er als Ratgeber und Friedensstifter zum Leuchtturm, der in unruhigen Zeiten, in Stürmen der Verwirrung und Bedrängnis den richtigen Weg wies. (5)Bruder Klaus – der Friedensstifter von Stans (1481) Die Szene „Bruder Klaus - der Friedensstifter von Stans (1481)“ bezieht sich auf die Begebenheit, als Bruder Klaus durch seinen Ratschlag – von seiner Klause aus – den Frieden im Land rettete und einen Bürgerkrieg in der Schweiz verhinderte, woraufhin er als „Vater des Vaterlandes“ geehrt wurde. Die Vertreter der Kantone waren im Dezember 1481 in Stans zu Verhandlungen über die Aufnahme weiterer Städte in den Bund zusammengetroffen, konnten sich aber nicht einigen, waren schließlich so total zerstritten, dass eine kriegerische Auseinandersetzung drohte. In dieser verfahrenen Situation sah der Pfarrer von Stans nur einen Ausweg: In seiner Verzweiflung machte er sich bei Eis und Schnee, so schnell er konnte, auf den Weg zu Bruder Klaus, um dessen Rat einzuholen. Die Szene zeigt nun den Moment, wie Bruder Klaus den herbeieilenden Pfarrer mit offenen Armen empfängt. Bei der Rückkehr des Pfarrers hatte sich die Versammlung bereits aufgelöst, einige sattelten schon die Pferde. Der Pfarrer konnte die Gesandten dazu bewegen, sich nochmals zusammenzusetzen und Bruder Klaus' Rat anzuhören. Daraufhin kam es innerhalb einer Stunde zur Einigung und zur Unterzeichnung des Vertrages. Welchen Rat Bruder Klaus erteilt hatte, blieb allerdings geheim.